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Der Tag, der unser aller Leben verändern sollte ! Freitag den 30.Mai 2003 morgens stehe ich auf und schaue in dein Zimmer und seh dich im Bett liegen. Eigentlich solltest du an der Arbeit sein, aber du bist nicht mit
gefahren, irgend wie war ich sauer, als du dann aufgestanden bist habe ich dich gefragt warum du nicht an die Arbeit bist, habe verschlafen, war deine antwort.
Mama, machst du Milchreis, fragst du mich und ich mache uns Milchreis. Der ganze Mai war ein sehr heißer Monat, so etwas hatten wir schon lange nicht mehr. Nachdem du etwas gegessen hast bist du runter in den
Jugendraum, ich weiß nicht was du da gemacht hast. Am Abend davor hast du dir Schokoladenpudding gemacht, nachdem wir Mittags dann gegessen haben bist du wieder zum Jugendraum, später kamst du und sagtest zu mir, das
ihr zum Baden wollt, du hast deine Sachen gepackt und gingst mit den Worten, wir fahren jetzt zum See, bis dann. Das war das letzte was du mir gesagt hast. Sven, Mara und saßen auf der Terrasse und haben Karten
gespielt, gegen 18.00 Uhr Klingelt es an der Türe, wir sollen sofort an den Ostheimersee fahren mit Vito ist was passiert, der Notarzt ist schon da, wir haben alles stehen und liegen lassen und sind sofort dorthin
gefahren, Krankenwagen, Polizei alles war da, dann habe ich dich am See liegen sehen. In mir kroch eine unheimliche Angst hoch, Panik durch lief meinen Körper. Man wollte mich nicht zu dir lassen, ich schrie die Polizei
an lasst mich das mein Kind, ich riss mich los und lief zu dir, ich streichelte dir die Beine und die Füße, die Tränen liefen nur so. Es dauerte eine Ewigkeit bis sie dich zum Krankenwagen bringen konnten und auch dort
dauerte es noch lange bis sie endlich losgefahren sind. Ich stand am Krankenwagen und habe Gott angefleht lass mir mein Kind, las ihn wieder gesund werden. Sandra, Sven, Mara und Mario waren zwischenzeitlich auch am
See, Sven legte sich noch mit der Polizei an weil sie ihn nicht zu seinem Bruder lassen wollten. Im Krankenhaus angekommen, bringen sie dich auf die Intensivstation, wir müssen draußen warten, meine angst um dich wird
immer größer irgend etwas in mir sagt mir, das du nicht mehr mit uns nach Hause kommst. Sandra, Sven Mara, Mario und Andreas erklären mich für verrückt, man angst uns du hättest irgendwelche Drogen genommen. Wir alle
Dementieren das, gut du hast hin und wieder mal eine geraucht, doch du hast sonst alle anderen Drogen abgelehnt. Bis tief in die Nacht sind wir bei dir geblieben, die Ärzte haben uns immer größere Hoffnung gemacht, das
alles gut geht und wir haben ihnen vertraut. Als wir gefahren sind haben sie uns gesagt, das deine Überlebenschangsen auf 95 % gestiegen sind, man hat dich ins künstliche Koma gelegt, damit sich dein Körper
wieder erholen kann. Trotz Schlaftablette konnte ich nicht schlafen, so kurz nach sieben (31.05.03) war ich wieder bei dir, als ich dir sagte Vito Mama ist wieder da, hast du ganz tief durch geatmet, du hast mir damit
zu verstehen gegeben, das du weißt das ich bei dir bin. Zwei Stunden später will man dich aus dem künstlichen Koma raus holen, dir stehen die Schweißperlen auf der Stirn, ich wische sie dir ab und rede mit dir komm
Vito wir schaffen das schon, wir wollen doch deinen blauen Teppich kaufen, ich bleibe bei dir, ich rede und rede mit dir. Dann drehst du dein Gesicht zu mir und öffnest deine Augen und schaust mich lange an ( es sollte
das letzte mal sein), ich sehe das mit deinem Urin was nicht in Ordnung ist ( man hat dich wieder zurück ins künstliche Koma gelegt, weil alles verrückt gespielt hat), wieder werden wir rausgeschickt, man legt dir noch
am Hals Katähter an damit man dir die Nieren durch spülen kann und geben dir ein Nierenmittel. Es ist so gegen vier, als wir kurz nach Hause fahren, wieder in dem glauben, das die Ärzte uns die Wahrheit gesagt haben,
alles wird gut. Meine Unruhe wird immer größer, so gegen 17.45 Uhr rufe ich im Krankenhaus wieder an und frage ob das Nierenmittel angeschlagen hat, nein sagt man mir wir kommen sofort, Andreas und ich fahren sofort
los. Als wir ankommen sehen wir was los ist, dir geht es immer schlechter, ich rufe zu Hause an, bringt Mara zu Edith und kommt sofort, ich nehme dich in den Arm rede auf dich ein, nein Vito verlass mich nicht bleib bei
mir, bitte mein Junge bleib bei mir. Es ist 18.23 Uhr als dein Herz aufgehört hat zuschlagen, in meinem Armen bist du von mir gegangen. Nein, nein, nein schreie ich holt ihn zurück, bitte gebt ihn mir wieder, da kommt
Sandra, sie sieht mich mit großen Augen an, nie werde ich ihren blick vergessen, ich sage ihr nur, Vito ist Tod. Was dann ist weiß ich nicht mehr, meine ganze Familie ist da, irgend jemand bringt mich raus. Ich
will wieder zu meinem Kind, doch man lässt mich nicht, erst nach einiger Zeit kann ich wieder zu Vito, ich streichele, küsse ihn, will ihn wieder wecken, doch dann begreife ich das es nicht mehr geht. Wie lange ich noch
bei ihm bin weiß ich nicht, doch ich habe mir nicht nehmen lassen, ihm die Hände zu falten und ihm das Laken nach einem letzten Kuss über sein liebes Gesicht zulegen. Damit beginnt eine andere Zeit für uns. |